Vaskulitis-SHG-Niederrhein Gründung

Vortrag

der Chefärztin der Rheumatologie Dr. Monika Klass

 

Astrid Gleussner NRZ DInslaken Juli 2011

 

Dinslaken. Zu einem Vortrag über Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße und Beteiligung der Organe) hatte die Vaskulitis-SHG-Niederrhein Betroffene und Angehörige eingeladen. Rednerin war die Schirmherrin der Selbsthilfegruppe Dr. Monika Klass. Klass ist Chefärztin der Rheumatologie im St. Barbara Hospital in Duisburg-Neumühl und Vaskulitis Expertin. Sie hat auch eine Zulassung für seltene Erkrankungen und die Vaskulitis gehört zu ihrem Fachgebiet.

Viele Betroffene kamen mit ihren Ehepartnern und warteten gespannt auf ihren Vortrag. Über den Niederrhein hinaus bis hin ins Münsterland reicht inzwischen das Einzugsgebiet der Selbsthilfegruppe.

Zuerst wurden die verschiedenen Formen der Vaskulitis vorgestellt, um danach mit Bildern und passenden Texten unterlegt zu werden. Alles war klar und verständlich und Zwischenfragen waren, sofern sie nicht den Rahmen sprengten, erlaubt und wurden gerne von Dr. Klass beantwortet. Eine der Hauptfragen an alle Anwesenden war „Wie erkennt der Patient die Vaskulitis und was kann er mit seinem Arzt dagegen machen?“. Um den Namen Vaskulitis zu verstehen, erklärte sie, dass „Vas das Gefäß ist und itis die Entzündung. Die Gefäßwand ist mit den Entzündungszellen angefüllt. Die Erkrankung hat daher eine immunologische Grundlage, die mit den verschiedensten Krankheitsformen einhergeht. Es ist eine Fehlregulation des Körpers, der sich auf sich selber richtet, zum Beispiel mit dem ANCA Blutwert (Abkürzung für antineutrophile zytoplasmatische Antikörper). Es gibt die verschiedensten Auslöser für die Krankheit.“

Allgemeine Symptome, wie der Patient sie erkennen kann und nicht mit einer Vaskulitis in Verbindung bringt, sind: Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust. Die rheumatischen Anzeichen werden durch Beschwerdenkomplexe, Gelenk und Muskelschmerzen oder Entzündungen durch Hepatitis B und C, Cytomegalie-Virus-Infektion (das Virus gehört zur Familie der Herpesviren), Aids oder durch Medikamente begünstigt.

Nach dem informativen und ausführlichen Vortrag begann eine Fragestunde, die gerne angenommen wurde. Zusätzlich hatte Dr. Klass sich noch die Zeit genommen, um mit einigen betroffenen und schwer erkrankten Patienten in persönlichen Einzelgesprächen selber über das jeweilige Krankheitsbild zu sprechen. (AG)



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